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Case Study · Kommune · Verwaltung
122 Bewerbungen für die Bauverwaltung – Gemeinde Altenmünster
Eine Stelle in der Bauverwaltung einer kleineren Gemeinde – genau die Art von Ausschreibung, auf die sich sonst kaum jemand meldet. In Altenmünster kam es anders: Der Erste Bürgermeister fasst es im Video-Interview so zusammen: „Das Kampagnenergebnis hat uns tatsächlich etwas überrannt.“ Im positiven Sinne, wie er betont.
Die Ausgangslage
Eine Verwaltungsstelle, um die sich niemand reißt
Die Gemeinde hatte es zuvor auf den herkömmlichen Wegen versucht – Stellenausschreibungen in der Tageszeitung und über die üblichen Kanäle. Das Ergebnis, so Bürgermeister Mair im Interview: Bewerberzahlen „im unteren einstelligen Bereich“, und die wenigen Bewerbungen passten nicht auf das gesuchte Profil.
Die Folgen einer lange unbesetzten Stelle kennt jede Verwaltung: „Dadurch häuft sich Arbeit auf. Andere Kolleginnen und Kollegen müssen das mit bewältigen, was zu mehr Stress und Belastung führt“ – und Projekte kommen langsamer voran, als es mit besetzter Stelle möglich wäre. Statt weiter zu warten, sollte die Stelle deshalb bei den passenden Kandidaten in der Region sichtbar werden – mit Argumenten, die über den Ausschreibungstext hinausgehen.
Das Vorgehen
In drei Schritten zur besetzten Stelle
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1
Mitarbeiter-Interviews
Zwei Kolleginnen der Gemeinde erzählten uns im Interview, was die Arbeit in Altenmünster wirklich ausmacht – die Gründe, die in keiner Stellenausschreibung stehen. „Ich glaube, das macht das Ganze authentischer“, sagt Bürgermeister Mair – und berichtet, dass die Mitarbeiter die Einbindung als Wertschätzung empfanden. Einige waren regelrecht stolz, als sie ihr eigenes Büro und den Rathauseingang in der Kampagne wiedererkannten.
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2
Regionale Sichtbarkeit
Eine Social-Media-Kampagne machte die Stelle bei genau den Menschen sichtbar, die bereits in der Region leben – auch bei denen, die nicht aktiv suchen, aber offen für einen Wechsel sind.
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3
Überzeugen und vorqualifizieren
Interessenten landeten auf einem digitalen Überzeugungsweg, der die Gemeinde als Arbeitgeberin vorstellt und Erwartungen abgleicht. Die Bewerbung selbst: hürdenarm, ohne Anschreiben-Pflicht.
Das Ergebnis
122 Bewerbungen in 30 Tagen – und der Wunschkandidat ist eingestellt
Statt der üblichen Handvoll Rückmeldungen erhielt die Gemeinde innerhalb von 30 Tagen 122 Bewerbungen für die Bauverwaltung – an manchen Tagen kamen neue Anfragen „im Viertelstundenrhythmus“ herein. Die Resonanz war so groß, dass die Gemeinde die Kampagne auf eigenen Wunsch drosseln ließ. Die Auswahl lag damit wieder dort, wo sie hingehört: bei der Gemeinde. Am Ende wurde der Wunschkandidat eingestellt.
„Wenn ich es alleine von den Zahlen vergleiche: von einstelligen Bewerberzahlen über herkömmliche Methoden zu 122 Interessenten. Man konnte quasi fast aus dem Vollen schöpfen.“ – Florian Mair, Erster Bürgermeister, Gemeinde Altenmünster
Wie es zu diesem Ergebnis kam, erzählt Bürgermeister Mair selbst – im Video-Interview oben auf dieser Seite.
Und danach?
Folgeauftrag statt Einzelfall – und eine klare Empfehlung
Nach der Bauverwaltung beauftragte die Gemeinde direkt die nächste Kampagne: eine seit Längerem unbesetzte Bauhofstelle. „Aufgrund dieser guten Erfahrung war das im Team ganz schnell entschieden – wir machen das auf jeden Fall wieder“, so Bürgermeister Mair im Interview. Seine Empfehlung richtet er ausdrücklich an kleinere und mittlere Gemeinden – und hat sie im Kollegenkreis bereits ausgesprochen:
„Man befürchtet oft, dass solche Kampagnen für die Verwaltung eine gehörige Arbeitsbelastung mit sich bringen. Das ist hier absolut nicht der Fall gewesen. Das ist gut stemmbar, auch für kleinere Rathäuser wie das unsere.“ – Florian Mair, Erster Bürgermeister, Gemeinde Altenmünster
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